Schatten-KI: Deine Mitarbeiter nutzen bereits KI

Mit Struktur Schatten-KI / Shadow AI im Unternehmen begegnen

30.11.2025

David Hefendehl, certified workshopper

78% der Beschäftigten setzen laut Microsoft Work Trend Index bereits KI-Tools ein. Oft ohne Wissen der Geschäftsführung. Das Marketing lässt ChatGPT Social-Media-Posts schreiben, der Vertrieb generiert E-Mail-Entwürfe, HR screent Bewerbungen mit KI-Tools. Ein Maschinenbau-Kunde von mir fand bei der Bestandsaufnahme 104 verschiedene KI-Tools im Unternehmen. Diese Schatten-KI ist unkontrolliert und rechtlich bedenklich. DSGVO-Verstöße kosten bis zu 4% des Jahresumsatzes. Verstöße gegen den EU AI Act sogar bis zu 7%. Dazu kommt der stille Wissensverlust: Jeder Prompt, jedes Dokument ist Firmenwissen, das unkontrolliert abfließt.

Verbieten funktioniert nicht. Strukturieren schon.

  1.   Bestandsaufnahme: Welche Tools nutzen Deine Teams bereits?

  2.   Risiko-Bewertung: ChatGPT fürs Brainstorming ist vertretbar. HR-Tools mit Bewerberdaten sind kritisch.

  3.   Quick Wins definieren: Welche repetitiven Prozesse profitieren am meisten?

  4.   Erster PoC starten: Klein anfangen, schnell lernen. Ein Prozess, messbare Ergebnisse.

Einfach CoPilot-Lizenzen ausrollen ist kein KI-Konzept. Das ist Spray-and-Pray. Echtes Enablement beginnt dort, wo Teams verstehen, welche Prozesse sich eignen und wo KI keinen Sinn ergibt. Und das geht nur, wenn Initiativen von den Mitarbeitenden selbst kommen.